Psychische Erkrankungen dürfen kein Tabu sein

Carolina Trautner - hinschauen, zuhören, kümmern

In ihrer jüngsten Plenarrede im Bayerischen Landtag führte Carolina Trautner aus, dass psychische Erkrankungen in unserer Gesellschaft leider immer noch ein Stück weit tabuisiert werden. Dabei könne eine psychische Erkrankung wirklich jeden von uns treffen: "Trotzdem werden Betroffene oft stigmatisiert. Wir sind alle aufgefordert, das zu ändern. Sehr hilfreich sind dabei die Daten und Fakten des ersten bayerischen Psychiatrieberichts."

In ihrer Plenarrede vom 8. November 2022 ging sie dabei insbesondere auf die Situation von Kindern und Jugendlichen ein:https://www1.bayern.landtag.de/player/index.html?playlist=https://www1.bayern.landtag.de/streamingservice/jsonmetafiles/wp18/18_541/meta_vod_43279.json&startId=14

Trautners Appell lautete daher :"Das Thema muss raus aus der Tabuzone. Deswegen bin ich so froh über die vorbildlichen Öffentlichkeitskampagnen, die in Bayern gestartet wurden, beispielsweise "Bitte stör mich! – Aktiv gegen Depression" mit Blick auf Erwachsene und während der Pandemie die Kampagne "MucklMAG" mit dem sympathischen kleinen Pumuckl mit dem Fokus auf jüngeren Kindern und ihren Familien. Das ist absolut der richtige Weg, den wir gehen müssen."

Die Staatsregierung habe zu diesem Themenkomplex bereits viel unternommen und auch präventiven Maßnahmen einen hohen Stellenwert eingeräumt. Dabei verwies sie unter anderem auf die Maßnahmen des 10-Punkte-Programms zur Aufklärung über Depressionen und Angststörungen an den Schulen. Weiterhin spiele das Programm "Schule öffnet sich" zur Verstärkung der schulpsychologischen Beratung und der sozialpädagogischen Unterstützung eine wichtige. Auch die Jugendsozialarbeit an Schulen ist ein ganz vertrautes, niederschwelliges, gut erreichbares Angebot und kann ein Mosaikstein für die Eindämmung möglicher psychischer Folgen der Pandemie sein

Ein wesentlicher Baustein ist es für Trautner, die Ausgrenzung der Thematik endgültig zu überwinden. Die Betroffenen gelte es ernst zu nehmen und nicht zu stigmatisieren. "Psychische Erkrankungen dürfen kein Tabu sein", so das Fazit ihrer Rede.